Trinkgeldrechner: Wie viel Trinkgeld gibt man?

Betrag eingeben, Land und Anlass wählen – der Rechner zeigt dir Trinkgeld, Gesamtbetrag und den Anteil pro Person. Mit Empfehlungen für 13 Reiseländer.

Wie war der Service? Üblich in Deutschland: 5–10 %

Üblich sind 5–10 %. Nenne beim Bezahlen einfach den Betrag inklusive Trinkgeld („30, bitte“ oder „Stimmt so“), statt Geld auf dem Tisch liegen zu lassen.

Mehr zum Trinkgeld in Deutschland
Trinkgeld (10 %)
0,00 €
Gesamt inkl. Trinkgeld
0,00 €
Pro Person
0,00 €

Gemeinsam reisen. Nicht gemeinsam rechnen.

Cashinator merkt sich, wer was bezahlt hat – und sagt euch am Ende, wer wem wie viel schuldet.

Erste Reise kostenlos →

Wie viel Trinkgeld gibt man?

Eine feste Regel gibt es nicht – die Höhe hängt vor allem von zwei Dingen ab: wo du bist und wofür du Trinkgeld gibst. In Deutschland sind im Restaurant 5–10 % üblich, im Café und im Taxi rundet man meist einfach auf. In vielen Nachbarländern ist der Service schon im Preis enthalten, dort ist Trinkgeld eine kleine Extra-Geste. Und in den USA gehören 15–20 % zum Restaurantbesuch selbstverständlich dazu.

Der Trinkgeldrechner oben berücksichtigt beides: Wählst du Land und Anlass, schlägt er dir landesübliche Werte vor und zeigt einen kurzen Hinweis zu den Gepflogenheiten vor Ort.

Wie berechnet man Trinkgeld?

Trinkgeld = Rechnungsbetrag × Prozentsatz ÷ 100. Ein Beispiel: Die Rechnung beträgt 48,50 € und du möchtest 10 % geben. 48,50 × 10 ÷ 100 = 4,85 € Trinkgeld, zusammen also 53,35 €. In der Praxis rundet man dann meist auf einen glatten Betrag auf, etwa 54 € oder 55 €.

Für das Kopfrechnen am Tisch helfen drei Faustregeln:

  • 10 %: Komma um eine Stelle nach links verschieben – aus 48,50 € werden 4,85 €.
  • 5 %: die Hälfte von 10 % – also rund 2,43 €.
  • 15 % oder 20 %: 10 % plus die Hälfte davon bzw. 10 % verdoppelt.

Wie viel Prozent Trinkgeld sind üblich?

Die Spanne ist größer, als viele denken. Diese Werte gelten jeweils für guten Service im Restaurant:

WoÜblich im Restaurant
Deutschland, Österreich5–10 %, meist aufgerundet
Frankreich, Schweiz, NiederlandeService inklusive – aufrunden oder bis ca. 5–10 %
Kroatien, Griechenland, Türkeietwa 10 %, gern bar
Großbritannien10–15 %, wenn keine Service Charge berechnet wurde
USA15–20 % vom Betrag vor Steuern

Die Werte sind Richtwerte, keine Pflicht. Wie viel du gibst, entscheidest du – je nachdem, wie zufrieden du warst.

Trinkgeld im Restaurant

Im Restaurant ist Trinkgeld am selbstverständlichsten. In Deutschland lässt man es nicht auf dem Tisch liegen, sondern nennt beim Bezahlen einfach den Betrag, den man insgesamt zahlen möchte („Machen Sie 55“ oder „Stimmt so“). Im Ausland lohnt sich vorher ein Blick auf die Rechnung: Steht dort schon eine Servicegebühr, ist das Trinkgeld meist bereits abgedeckt. In den USA berechnet man das Trinkgeld auf den Betrag vor Steuern, bei größeren Gruppen schlagen viele Restaurants automatisch eine „Gratuity“ auf.

Trinkgeld im Hotel

Im Hotel gibt man feste Beträge statt Prozente. Wie hoch sie sind, hängt vom Land und vom Hotel ab:

  • Zimmerreinigung: in Europa meist 1–3 € pro Nacht, in den USA 2–5 $. Am besten täglich mit einer kurzen Notiz, denn das Personal wechselt.
  • Gepäckservice: 1–2 € bzw. 1–2 $ pro Gepäckstück.
  • Zimmerservice: erst prüfen, ob schon eine Servicegebühr berechnet wurde. Wenn nicht, gilt das Gleiche wie im Restaurant.
  • Concierge: für Wegbeschreibungen nichts, für eine schwierige Reservierung oder Tickets ein paar Euro.

Trinkgeld im Taxi

In Deutschland, Österreich und den meisten Ländern Südeuropas rundet man den Fahrpreis auf den nächsten Euro auf und gibt bei Hilfe mit dem Gepäck ein, zwei Euro mehr. Prozentuales Trinkgeld ist dagegen in den USA (15–20 %) und in Großbritannien (aufrunden oder 10–15 %) üblich. Bei Uber, Bolt und anderen Fahrdiensten gibst du das Trinkgeld nach der Fahrt in der App – freiwillig.

Trinkgeld für Touren und Reiseführer

Bei Stadtführungen und Ausflügen kommt es auf die Art der Tour an. Bei Gruppenführungen sind in Europa ein paar Euro pro Person üblich, private Guides bekommen oft rund 10 % des Preises. Bei Free Walking Tours ist das Trinkgeld die eigentliche Bezahlung des Guides, dort sind 10–15 € pro Person fair. Auf mehrtägigen Rundreisen sammelt die Gruppe häufig am Ende für Reiseleitung und Fahrer.

Trinkgeld bei Kartenzahlung

Mit Karte funktioniert Trinkgeld am besten, wenn du den Betrag vor dem Bezahlen nennst – dann tippt die Bedienung gleich die richtige Summe ins Terminal. Immer mehr Terminals zeigen außerdem eine Auswahl mit Prozentwerten an. Der Verbraucherzentrale Bundesverband stellt klar: Niemand ist verpflichtet, dort etwas auszuwählen. Im Ausland ist das unterschiedlich geregelt – in Kroatien und Griechenland geht Trinkgeld per Karte erst seit wenigen Jahren, in der Türkei gibst du es am besten bar. Nach der Zahlung lässt sich per Karte meist nichts mehr ergänzen.

Trinkgeld und Servicegebühr

Trinkgeld ist freiwillig und kommt zur Rechnung dazu. Eine Servicegebühr steht dagegen schon auf der Rechnung – etwa die „discretionary service charge“ in Großbritannien, der „Servizio“ in Italien oder die „Gratuity“ für größere Gruppen in den USA. Ist sie berechnet, musst du nichts zusätzlich geben. Nicht verwechseln solltest du sie mit Gedeckpreisen wie dem italienischen Coperto oder dem portugiesischen Couvert: Die bezahlen Brot und Gedeck, nicht den Service.

In Deutschland, Österreich, Frankreich, der Schweiz und den Niederlanden ist der Service ohnehin im Preis enthalten. Trinkgeld ist dort ein Dankeschön, kein Teil des Preises.

Rechnung und Trinkgeld auf mehrere Personen aufteilen

Gebt ihr in der Gruppe gemeinsam Trinkgeld, stell im Rechner einfach die Anzahl der Personen ein: Er zeigt dir sofort, wie viel jede Person inklusive Trinkgeld zahlt. Mit „Gesamtbetrag aufrunden“ wählst du einen glatten Betrag, Trinkgeld und Anteil pro Person passen sich automatisch an.

Hatte nicht jeder das Gleiche, wird es schnell unübersichtlich. Genau dafür gibt es Cashinator: Die App verteilt die Rechnung nach dem, was jeder hatte, und das Trinkgeld im gleichen Verhältnis. Mehr dazu unter Rechnungen aufteilen.

Trinkgeld im Ausland

Was in Deutschland höflich ist, kann anderswo knauserig oder übertrieben wirken. In den USA sind 10 % zu wenig, in Frankreich ist schon das Wechselgeld eine nette Geste. Für 13 beliebte Reiseländer findest du hier eigene Seiten mit Rechner, Beispielen und Tipps für Restaurant, Café, Taxi, Hotel und Touren:

Quellen

Stand der Recherche: . Grundlage sind offizielle Tourismusseiten, Gesetze und Behörden, Verbraucherorganisationen sowie etablierte Reiseführer und Medien. Trinkgeld bleibt freiwillig – alle Angaben sind Richtwerte. Die Quellen zu den einzelnen Ländern findest du auf den jeweiligen Länderseiten.

  1. Emily Post Institute: General Tipping Guide emilypost.com
  2. Emily Post Institute: Trinkgeld auf Reisen emilypost.substack.com
  3. Consumer Reports: Richtig Trinkgeld geben consumerreports.org
  4. AFAR: Trinkgeld für Housekeeping, Valet und Co. afar.com
  5. Trafalgar: Trinkgeld auf Rundreisen trafalgar.com
  6. Visit London (offizielles Tourismusportal): Trinkgeld in London visitlondon.com
  7. Which?: Ratgeber Trinkgeld, inkl. freiwilliger Service Charge which.co.uk
  8. berlin.de (offizielles Hauptstadtportal): Trinkgeld in Berlin berlin.de
  9. Preisangabenverordnung, § 13: Bedienungsgeld ist im Preis enthalten gesetze-im-internet.de
  10. Verbraucherzentrale Bundesverband: Niemand ist verpflichtet, bei der Kartenzahlung Trinkgeld zu geben vzbv.de
  11. Légifrance: Arrêté du 27 mars 1987 zur Preisangabe in der Gastronomie („prix service compris“) legifrance.gouv.fr
  12. KHN (niederländischer Gastronomieverband): Trinkgeld ist immer freiwillig khn.nl

Mehr als nur ein Trinkgeldrechner

Rechnung und Trinkgeld in der Gruppe teilen

Beim Essen mit Freunden oder auf Reisen legt oft einer für alle aus. In Cashinator trägst du die Rechnung ein, fügst das Trinkgeld hinzu – und die App verteilt beides fair auf alle, die dabei waren. Auch in Fremdwährung, umgerechnet zum tagesaktuellen Kurs.

Noch einfacher mit dem Express-Scan

Beleg fotografieren, Betrag und Positionen automatisch erkennen lassen, Trinkgeld hinzufügen und auf eure Gruppe verteilen.

Für iPhone und Android · kein Login · keine Werbung · erste Reise kostenlos

Cashinator: eine Ausgabe gleichmäßig auf vier Personen aufteilen

Häufige Fragen zum Trinkgeld

Wie viel Trinkgeld gibt man normalerweise?

In Deutschland sind im Restaurant 5–10 % üblich, im Café und im Taxi rundet man meist auf. Im Ausland kann das ganz anders aussehen: In den USA gelten 15–20 % als normal, in Frankreich oder der Schweiz ist der Service schon im Preis enthalten und Trinkgeld eine kleine Extra-Geste.

Sind 10 Prozent Trinkgeld üblich?

In Deutschland und Österreich sind 10 % im Restaurant ein gutes, eher großzügiges Trinkgeld für guten Service. In Ländern wie Frankreich, Spanien oder den Niederlanden sind 10 % schon viel, in den USA dagegen zu wenig.

Wie berechnet man 10 Prozent Trinkgeld?

Verschiebe das Komma im Rechnungsbetrag um eine Stelle nach links: Bei 48,50 € sind 10 % also 4,85 €. Der Gesamtbetrag ist dann 53,35 € – viele runden auf 54 oder 55 € auf.

Wie viel Trinkgeld gibt man im Restaurant?

In Deutschland 5–10 % des Rechnungsbetrags, je nach Service. Im Ausland prüfst du am besten zuerst, ob schon eine Servicegebühr auf der Rechnung steht, und orientierst dich dann an den landesüblichen Werten – die Länderseiten hier im Trinkgeldrechner helfen dabei.

Wie viel Trinkgeld gibt man im Hotel?

Im Hotel gibt man feste Beträge statt Prozente: in Europa meist 1–2 € pro Gepäckstück für den Kofferträger und 1–3 € pro Nacht für die Zimmerreinigung. In den USA sind es eher 2–5 $ pro Nacht und 1–2 $ pro Gepäckstück.

Muss man Trinkgeld geben?

In Deutschland nicht: Der Service ist gesetzlich im Preis enthalten, Trinkgeld ist freiwillig. Üblich ist es trotzdem, und bei gutem Service wird es erwartet. In den USA ist das anders – dort ist Trinkgeld ein fester Teil des Einkommens im Service.

Wie funktioniert Trinkgeld bei Kartenzahlung?

Am einfachsten nennst du vor dem Bezahlen den Betrag inklusive Trinkgeld, zum Beispiel „Machen Sie 55“. Viele Kartenterminals bieten inzwischen auch eine Trinkgeld-Auswahl an – dort kannst du immer auch „kein Trinkgeld“ wählen. Nach der Zahlung lässt sich per Karte meist nichts mehr ergänzen.

Ist eine Servicegebühr dasselbe wie Trinkgeld?

Nicht ganz. Eine Servicegebühr („Service Charge“, „Servizio“, „Gratuity“) steht bereits auf der Rechnung, Trinkgeld gibst du freiwillig zusätzlich. Steht eine Servicegebühr auf der Rechnung, ist normalerweise kein weiteres Trinkgeld nötig. Ein Gedeckpreis wie das italienische Coperto ist dagegen gar kein Trinkgeld.